PROFESSOR-ADALBERT-SEIFRIZ PREIS 2011

Pressetext:

Sie stehen zwischen Computern, Hochleistungsfräsen mit Ultraschalltechnik und Roboterarmen und Sinteröfen für Spezialkunststoffe – und trotzdem behaupten Martina Fischer-Wallossek und Frank Wallossek steif und fest: „Wir sind Zahntechniker und wir werden Zahntechniker bleiben!

Link zur TTH : Professor Adalbert-Seifritzpreis 2011

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

– immer wieder begleitet vom Technologietransferberater der Handwerkskammer Köln, Harald Schmitz. Er hatte Wallossek auch früher schon mehrfach unterstützt. Diese Zusammenarbeit hat dazu beigetragen, dass das Unternehmen heute als „kleiner Pionier“ Anfragen und Aufträge aus aller Welt bekommt – und jetzt mit dem Adalbert-Seifriz-Preis für besonders gelungenen Technologietransfer zwischen Handwerk und Wissenschaft ausgezeichnet wurde.

Prof.-Adalbert-Seifriz-Preis


Als bundesweiter Technologie-Transfer-Preis des deutschen Handwerks prämiert der Seifriz-Preis jedes Jahr erfolgreiche Kooperationen zwischen Handwerk und Wissenschaft.

Wobei sich die Kooperation sowohl auf die Entwicklung von Produkten und Verfahren als auch auf Dienstleistungen oder die Einführung neuer Formen der betrieblichen Organisation beziehen kann.

Seit über 20 Jahren wird der Technologietransfer-Wettbewerb vom Wirtschaftsblatt handwerk magazin zusammen mit der Steinbeis-Stiftung und der Signal Iduna Gruppe Versicherungen und Finanzen veranstaltet. Er wird vom Verein Technologietransfer Handwerk organisiert und vom Baden-Württembergischen Handwerkstag sowie dem Zentralverband des Deutschen Handwerks unterstützt.

Innovationspreis Deutschland: des Technologie Transfer Handwerk 2011

Zu ihrem eigenen Pionierstatus zählen er und seine Frau Martina Fischer-Wallossek nicht nur, dass sie mehrere Hunderttausend Euro in ihr Fräszentrum investiert haben, sondern ebenso, dass von ihnen Steuerungen für die Fräsmaschinen tiefgreifend abgeändert worden sind, um sie überhaupt erst in der Dentaltechnik einsetzen zu können. Immerhin saust der Fräskopf mit wechselnden Werkzeugen an der Spitze etwa 500.000 Mal an einem Zirkon-Würfel mit knapp einem Zentimeter Seitenlänge vorbei, bevor aus ihm ein künstlicher Zahn geworden ist. Zum Wallossek`schen Pioniersein zählt darüber hinaus, dass sie um Tests von neuen Werkstoffen gebeten werden, die bislang in herkömmlicher Weise nur schwer oder gar nicht in der Zahntechnik verarbeitet werden konnten. Bei der Modellherstellung für Prothesen und Implantate, bei der Material- und Farbbestimmung im Vorfeld und anschließend beim „Finish“, also dem Zusammenbau der Konstruktion und der Abstimmung am Patienten seien auch künftig Zahntechniker der „alten Schule“ gefragt. Ein unabdingbares Arbeitsinstrument des Zahntechnikers der Zukunft werde aber der Computerbildschirm und der Fräsroboter sein. Das DMC sei hier nur der Trendsetter, dem möglichst viele andere folgen müssten.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die Zahntechniker „alten Stils“ sehen sich gleich mehreren Herausforderungen gegenüber: Dem Kostendruck im Gesundheitswesen, der Konkurrenz aus Billiglohnländern, dem technischen Fortschritt, der inzwischen selbst beim Einsatz von rechnergesteuerten High-Tech-Apparaten quasi Einzelfertigung möglich macht, und nicht zuletzt einer rasanten Entwicklung auf dem Materialsektor mit neuen Metalllegierungen sowie immer neuen und besseren Keramiken und Kunststoffen. Hinzu kommt, dass die Anforderungen der Patienten an Zahnersatz unvermindert steigen: Er soll bezahlbar sein, aber hochqualitativ und ästhetisch, und immer häufiger muss er auf die vielfältigen Allergien angepasst sein, unter denen die modernen Menschen leiden. „Wer unter diesen Bedingungen weiterarbeitet wie gestern und vorgestern, wird bald vom Markt verdrängt worden sein“, ist Frank Wallossek überzeugt.
Seine Konsequenz daraus ist, die allerneuesten Techniken zur Herstellung der „Halbfertigprodukte“ zu nutzen, die in seinem Dentallabor zunächst vorbereitet und später zu Prothesen, Brücken und so weiter zusammengesetzt werden. Damit kann er Schnelligkeit, allerhöchste Genauigkeit und günstige Preise bieten. Wenn dann noch dank der Unterstützung durch Professor Zöller in punkto Biokompatibilität, also Verträglichkeit im Mund und für den gesamten Körper, hohe Standards erreicht werden, müsse man vor der Zukunft und vor der Konkurrenz keine Angst mehr haben. Im Grunde reiche es, drei deutsche Trümpfe gut miteinander zu kombinieren: „Wir haben noch immer einen Maschinenbau von Weltniveau, wir haben beste Kenntnisse über Werkstoffe auch aus anderen medizintechnischen Bereichen, etwa der Orthopädietechnik, und wir haben super ausgebildete Zahntechniker. Das sind optimale Voraussetzungen für einen globalen Wachstumsmarkt“, ist sich Frank Wallossek sicher.